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ESF-Förderrichtlinie 2014-2020: Was hat sich geändert?

Zum 01.11.2016 wurde die geänderte Fassung der ESF-Förderrichtlinie durch das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales (MAIS) NRW erlassen. Neben redaktionellen Änderungen wurden neue Bestimmungen, geänderte Pauschalen und auch ein neues Förderprogramm mit aufgenommen. In diesem Forum-OWL-Beitrag möchten wir Ihnen einen Grobüberblick über wichtige Änderungen geben und auf Details verzichten. Für alle, die genau daran interessiert sind, ist die komplette Förderrichtlinie hier abrufbar.

Erhöhung der Funktionspauschalen

In einem Großteil der Förderprogramme des aktuellen Förderzeitraums werden Pauschalen angesetzt, die Personalausgaben sowie arbeitsplatzbezogene Sachausgaben umfassen. Es gibt wie bisher Pauschalen für die Leitung großer und kleiner Projekte, für die Projektmitarbeit und für Assistenz.

Falls ein externer Projektpartner Personal in das Projekt einbringt, können hierfür 44 € pro Arbeitsstunde für die Abrechnung mit der EU als Kofinanzierung in Ansatz gebracht werden, wobei diese Kosten keine Auswirkung auf die Zuwendung haben. Das gleiche gilt für ALG II-Leistungen, die rein abrechnungstechnisch mit 300 € pro Monat und Teilnehmenden angesetzt werden können.

Antragsunterlagen

Die relevanten Antragsunterlagen sind für die einzelnen Förderprogramme auf der Website des MAIS abrufbar.

Änderung bei dem Programm „Förderung der betrieblichen Ausbildung im Verbund“

Neben dem Verbund zwischen Betrieben können jetzt auch wieder Verbünde zwischen Betrieben und Bildungsdienstleistern gefördert werden. Das war in der Vergangenheit schon einmal möglich. Wenn der Bildungsträger selbst den Ausbildungsvertrag mit dem Jugendlichen abschließt, kann dieser auch Antragsteller sein.

Änderungen beim Programm „Öffentlich geförderte Beschäftigung“

Hier gibt es Spezifizierungen zu einigen programmtechnischen Fragestellungen, eine Anpassung der Pauschalen sowie die Festlegung einer Pauschale für die Kofinanzierung durch Zuschüsse des Jobcenters.

Neues Programm: „Basissprachkurse zur Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen“

Bislang wurden die Basissprachkurse als Einzelprojekte gefördert. Zur Vereinfachung des Verfahrens sind sie nun als eigenständiges Förderprogramm in die Richtlinie mit aufgenommen worden. Gefördert werden Maßnahmen zur Sprachförderung für die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen mit einer individuell guten Bleibeperspektive. Volkshochschulen, Integrationskursträger, Träger der Jugendhilfe sowie Partner eines Bleiberechtsnetzwerkes können Sprachkurse mit 300 Unterrichtsstunden, die mit dem Zielniveau A1 GER abschließen, beantragen. Die örtlichen Agenturen für Arbeit weisen mindestens acht Teilnehmende pro Kurs zu.

Weitere Informationen:

Boris Voss

Regionalagentur OWL

eMail: b.voss@regionalagentur-owl.de

esf_in_nrw_in_menschen_investieren

 

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